Integration

Was ist Integration ?

Integration meint, das allen Kindern, unabhängig von ihrer körperlichen, geistigen, psychischen, geschlechtlichen, religiösen und ethnisch-kulturellen Ausgangslage wohnortnah, in ihrer natürlichen Altersgruppe die individuellen Angebote und Hilfen gewährt werden, die ihre Entwicklung fördern und ihre Ausgrenzung verhindern.

Der Artikel 24 der UN-Konvention definiert den staatlichen Auftrag, das gesamte Bildungssystem inklusiv auszurichten. Das heißt, kein Kind darf vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen werden.

 

Integration

 

Integration - gruppenübergreifend

Bei uns lernen die Kinder, dass jedes Kind gleich viel wert ist und dass deshalb jedem Kind die gleiche Aufmerksamkeit und Achtung entgegenzubringen ist.
Durch das Leben der Integration in unserer Einrichtung entwickeln Kinder mehr Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit.

Normale Lebensabläufe sind vielversprechende Wege zur Überwindung von Schranken und Vermeidung von Aussonderung. Die Kinder entwickeln Akzeptanz und Toleranz im Umgang mit Andersartigkeit.
Kontinuierliche Themen und Projekte, wie „ Nicht hören können" ; „Blind sein"; „Im Rollstuhl" ; „Ich komme aus einem anderen Land"; „Wir können uns das nicht leisten" oder „Religions- und Glaubensfragen" vermitteln den Kindern Wissen und Erkenntnisse über Beeinträchtigung und Anderssein und den Umgang damit.
Wir unterstützen Migrationskinder und deren Familien bei auftretenden Verständigungs- und Kommunikationsproblemen, beziehen sie in unser Leben ein. Wir helfen ihnen, sich in unserer Kita und unserer Stadt zurechtzufinden.

Integration behinderter und nichtbehinderter Kinder in unserer Einrichtung

Was ist Behinderung?

Der Begriff Behinderung fand seine Verwendung meist im Sinne der Stigmatisierung mit der Konsequenz des Ausschlusses aus Lebenszusammenhängen bis hin zur Ausgrenzung. Wir sprechen heute von durch unterschiedliche Ursachen hervorgerufene Beeinträchtigungen.
Durch diese Beeinträchtigung haben Kinder unterschiedliche Ausgangslagen unter denen sie ihre Lebens-, Lern- und Entwicklungsprozesse organisieren. Gerade an dieser Stelle entscheidet sich, ob Behinderungen der möglichen Entwicklung dadurch entstehen, das auf diese Beeinträchtigungen gesellschaftlich mit sozialem Ausschluss und Vorenthaltung von Hilfen geantwortet wird oder das jeder Mensch unterschiedliche, mehr oder weniger intensive, personelle und sächliche Unterstützung und Hilfe zur Bewältigung seines Lebens braucht.

Kleine Füchse

 

Integrationsgruppe „ Kleine Füchse"

Ein fester Bestandteil unserer Einrichtung ist die Integrationsgruppe.
Die Kleinen Füchse, das sind 16 Kinder im Alter von 2 bis 7 Jahren, davon haben 5 Kinder eine körperliche und/oder geistige und/oder psychische Beeinträchtigung. 2 Heilpädagogen, 1 Zivi und nach Bedarf ein 3.Erzieher kümmern sich um diese Gruppe.
Die Kinder lernen miteinander zu leben und lernen voneinander. Sie akzeptieren sich gegenseitig als Spiel- und Lernpartner, und lernen das Anderssein des Anderen wahrzunehmen und auszuhalten. Sie helfen sich untereinander und bauen Verantwortungsgefühl füreinander auf.

Sie lernen Behinderung und Andersartigkeit als Variable des menschlichen Daseins anzunehmen.

Günstig für die Entwicklung beeinträchtigter Kinder wirken sich, die von den nichtbehinderten Kindern ausgehenden Lernreize aus. Konkurrenz- und Leistungsverhalten werden abgebaut bzw. gar nicht erst anerzogen.

 

Förderung und Therapie

Für die Kinder mit Beeinträchtigung werden zweimal im Jahr Förderpläne erstellt. Diese basieren auf konkreten Entwicklungseinschätzungen. Darin wird Sprache, Warnehmung, Sozialverhalten, Motorik und kognitive Entwicklung eingeschätzt. Wir holen das Kind also dort ab, wo es sich gerade in seiner Entwicklung befindet, um es weiter voranzubringen und lebenstüchtig zu machen.

Innerhalb des Gruppenlebens erleichtern feste Strukturen und ein geregelter Tagesablauf das gemeinsame Zusammenleben und geben den Kindern Sicherheit.

Auf Grund der geringen Gruppenstärke und des erhöhten Personalschlüssels ist es möglich auf die unterschiedlichen Befindlichkeiten, Entwicklungsbesonderheiten, Interessen, Stärken und Schwächen jedes einzelnen Kindes individuell einzugehen.

Die heilpädagogische Förderung der Behinderten findet täglich in Einzel – und /oder Gruppenförderung im gesamten Tagesablauf statt.

In unserer Kita werden regelmäßig Therapien von außen durchgeführt: Logopädie, Physiotherapie aber auch ambulante Frühförderung. Bei Bedarf werden spezialisierte Therapeuten_innen (z.B. vom Autistik-Zentrum) und die Psychologen des Gesundheitsamtes mit in unsere Arbeit einbezogen..

Für eine erfolgreiche Integration ist die kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Erzieher_innen, Eltern, Therapeuten_innen und dem SPZ besonders wichtig. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit hat bei uns einen hohen Stellenwert.